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"Durchweg nur positive Rückmeldungen"

Zwölf Austauschstudenten aus Frankreich
machen Praktikum im Saarland


Kürzlich wurden vom Kaufmännischen Berufsbildungszentrum zwölf französische Austauschstudenten aus Saargemünd betreut. Unser Bild zeigt Yannick Prim, der sein Praktikum bei Herges Metallbau absolvierte, mit Wolfgang Herges (von Links). Der junge Franzose hat ein eigenes Projekt realisiert.

St. Ingbert (mal). Was bei uns immer mehr gefordert wird, ist in Frankreich in vielen Berufszweigen Pflicht das Auslandspraktikum. Um sich mit dem beruflichen Alltag in anderen Lindern und der Fremdsprache besser auseinandersetzen zu können, wird ein Aufenthalt über mehrere Wochen verlangt. Das Kaufmännische Berufsbildungszentrum in St. Ingbert hatte zwölf junge Frauen und Männer zwischen 19 und 22 Jahren des Lycée Jean de Pange in Saargemünd aufgenommen und Praktikumbetriebe für sie besorgt. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Auslandsaustauschs hatten bereits das Baccalauréat, das vergleichbar mit dem deutschen Abitur ist. Wie es zu etwa 80 Prozent in Frankreich üblich ist, schließt sich für die jungen Frauen und Männer eine überwiegend schulische Berufsausbildung an. Sie absolvieren nach dem Bac einen zweijährigen Kursus, der der Ausbildung an einer höheren Berufsfachschule ähnelt. Alle Praktikanten verfügten über sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, die beim Auslandsaufenthalt vertieft werden. Das Kaufmännische Berufsbildungszentrum hatte für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen geeigneten Betrieb gefunden, wo sie ihr Praktikum ableisten konnten: Die Firmen Marquardt in Kleinblittersdorf, Ina in Homburg, Komatsu in Bierbach, Hydac und Festo in Sulzbach, Herges Metallbau, Krupp Fördertechnik und Voit in St. Ingbert erklärten sich trotz einer relativ kurzen Vorlaufzeit von nur drei Wochen bereit, die Praktikanten einzustellen. ,,Das ist schon eine außerordentliche Leistung", lobte Schulleiter Walter Wagner den Einsatz der Firmen. In der ganzen Zeit wurden die Praktikanten von Udo Regitz, dem Leiter der kaufmännischen Abteilung des BBZ, betreut. Ganz wichtig war auch der soziokulturelle Aspekt wahrend des vierwöchigen Aufenthalts. Ausflüge, Besichtigungen und Firmenbesuche standen ebenso auf dem Programm wie Kurse in der Schule. Samstags gab es für
die Studenten jeweils Unterricht in Fachsprache und Wirtschaft. Nachdem die vier Wochen Vollauf enthalt in Limbach zu Ende gegangen waren, pendelten acht der zwölf Studenten täglich zwischen Saargemünd und dem Betrieb, in dem sie eingesetzt wurden. Vier blieben in Limbach wohnen, weil ihnen der Weg einfach zu weit war. So auch Yannick Prim. Er arbeitete bei Herges Metallbau in St. Ingbert im kaufmännischen Verwaltungsbereich. Am ersten Tag hat er sich heillos verfranst. Er legte eine halbe Saarlandrundfahrt zurück, bis er die Firma endlich gefunden hatte. Doch dann klappte es ohne Probleme. „Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit von Yannick", erklärte Wolfgang Herges. Auch Walter Wagner und Udo Regitz waren begeistert von den französischen Austauschstudenten: "Das sind alles sehr gute Leute. Da können wir sehr zufrieden sein. Es gibt durchweg nur positive Ruckmeldungen von den beteiligten Firmen." Yannick Prim hat auch schon ein eigenes großes Projekt bei Herges realisiert: Er hat die Internetpräsentation der Firma ins Franzosische übersetzt und auch programmtechnisch verwaltet. ,,Das ist natürlich eine sehr schone Sache gewesen", sagte Wolfgang Herges. Wie fühlte sich Yannick in St. Ingbert? ,,Ich finde es toll hier. Ich habe schon sehr viel gelernt. Und auch die Leute hier sind sehr nett," sagte der sympathische junge Mann. Er war unter anderem auch deshalb in Limbach geblieben, um sich mit der Sprache besser auseinandersetzen zu können. Denn Sprachprobleme gab es, das war zu erwarten. Vor allem was deutsche Fachausdrucke anging. ,,Aber langsam habe ich mich schon daran gewohnt", lachte Yannick. In der vergangenen Woche gab es eine große Abschlussveranstaltung im Homburger Forum. Dabei war ein Erfahrungsaustausch mit allen Beteiligten und dem Landrat vorgesehen. Im Herbst ist voraussichtlich ein Gegenaustausch geplant.

 

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